Deutschpflicht auf dem Schulhof

//Deutschpflicht auf dem Schulhof

Deutschpflicht auf dem Schulhof

Ist die deutsche Sprache Pflicht auf den deutschen Schulhöfen?
Kann man von den Schülern verlangen, auch in der Pause Deutsch zu sprechen?

Eine Realschule in Berlin hat Ihre Schüler nun verpflichtet, auf dem Pausenhof ausschließlich Deutsch zu sprechen. An dieser Realschule besagt die Schulordnung seit einem Jahr, dass jeder Schüler verpflichtet ist Deutsch zu sprechen. Eltern und Klassen haben in einer Schulkonferenz gemeinsam darüber abgestimmt. 90 Prozent der Schüler dieser Realschule sind keine deutschen Muttersprachler. Politiker und Türkische Verbände sehen das als Diskriminierung.
Der Türkische Bund in Berlin meint, dass eine Sprache nicht verboten werden darf. Auch nicht von einem Schulleiter und Schulsenator. Ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen wird dadurch nicht gefördert. Mit Verboten werde höchstens das Gegenteil erreicht.

Die Schüler der Realschule sehen das anders. Sie sind dafür. Alle wissen, wir brauchen die deutsche Sprache. Ohne diese keinen Schulabschluss, geschweige denn eine Lehrstelle.

Auf dem Schulhof in den Pausen bilden sich Grüppchen. Wenn zum Beispiel Türken, Russen oder Pakistaner sich in Ihrer Muttersprache unterhalten verstehen die anderen gar nichts. Sie würden sich ausgegrenzt fühlen.
Da ist es doch besser, wenn alle sich auf Deutsch unterhalten um auch mitreden zu können. So wächst auch das Niveau an der Schule. Viele Schüler meinen, dass jeder sich anpassen sollte.


Auf anderen Schulhöfen in Deutschland wird zudem viel Schulhofdeutsch gesprochen. Da fallen auch Wörter die nicht gerade sinnvoll sind oder zwingend nötig wären. Diese nützen jedenfalls in Biologie oder Physik nichts. Doch diese Alltagssprache ist für die Schüler dennoch wichtig. Sie wollen wissen, was gerade „In“ oder „Out“ ist.

Das Thema Deutschpflicht wird immer wieder diskutiert das nicht nur in der Politik und unter Lehrern. Die Schüler und auch Integranten selbst gehen tagtäglich damit um. In der Pause auf dem Schulhof, im Unterricht und sogar in der Freizeit nach der Schule. Selbst bei den Hausaufgaben ein immer präsentes Thema. Ohne Deutschkenntnisse läuft eben nichts. Weder im Beruf, Schule und der Freizeit.Wer sich dagegen wehrt, hat schlechte Karten und ist immer irgendwie auf Hilfe angewiesen. Man muss mit seinen Mitmenschen kommunizieren.

Das fängt beim Bäcker an und hört beim Arztbesuch auf. Wie soll dem Arzt erklärt werden, welche Beschwerden man hat. Jeder kennt das. Immer wieder sieht man ältere Menschen die vor vielen Jahren aus zum Beispiel der Türkei herkamen. Sie lernten nie richtig Deutsch. Sie wollten es anscheinend nicht. Wege die Sprache zu lernen gibt es genug. Diese Menschen sind auf die Hilfe von Familie oder Freunden angewiesen um mit den deutschen Mitmenschen zu kommunizieren. Sogar Ihre kleinen Kinder oder Enkel erklären dem Arzt auf Deutsch was der Mutter oder der Oma fehlt. Es wäre viel einfacher wenn Sie es selbst könnten.

Aber die Sprache lernen muss jeder selbst. Da hilft letztendlich auch kein Zwang. Die Kinder in der Schule habe es hier wesentlich einfacher. Sie sind permanent von der deutschen Sprache umgeben, mündlich und schriftlich. Wollen sich nach der Schule mit Kameraden treffen, über Mitschüler lästern oder einfach nur zusammen spielen. Ohne Deutsch nicht unmöglich, aber sehr schwierig. Die Sprache stärkt nunmal das „Wir“ Gefühl. Sie ist der Türöffner für alles. Die Kinder möchten wissen, ob über sie gelästert wird. Um die Integration zu fördern bieten viele Schulen inzwischen extra Deutschunterrricht an. Die Teilnahme ist Pflicht. Die Schule ist schließlich kein Privatvergnügen sondern öffentlich.

Da es in Deutschland aktuell mehr Halbtagsschulen gibt gestaltet sich das Thema leider schwierig. Gäbe es mehr Ganztagsschulen, würden die Schüler mehr Zeit mit der Sprache verbringen. In Ganztagsschulen ist das Thema Sprache in Lern- und Fördergruppen sehr wichtig. Erweitert wird das Programm durch z. B. Sport oder Musikunterricht.
Deutsch ist die Sprache unserer Gesellschaft. Sie trägt zur Integration bei.

Ob die Kinder sich zu Hause auf Türkisch, Russisch oder Arabisch unterhalten entscheiden sie natürlich selbst. Doch ist es sehr wichtig, dass die Eltern die Kinder beim lernen der neuen Sprache unterstützen indem diese unter anderem beim gemeinsamen Essen gesprochen wird. Teilweise können die Eltern hier auch von Ihren Kindern lernen und sich gegenseitig austauschen und helfen.

Allerdings ist Zwang hier der falsche Weg. Es wäre zwar viel leichter, ein Verbot zu verhängen aber freiwillig lernen macht doch mehr Spaß und es lernt sich viel schneller. Vor allem bei den kleinen Kindern die gerne anhand von Spielen lernen. Gerade ihnen fällt das lernen viel leichter als Erwachsenen. Daher ist es so wichtig so früh wie möglich damit anzufangen.

2017-12-01T13:21:17+00:00 Dezember 1st, 2017|Allgemein|0 Comments